Struktur- und Clusterpolitik

Als Strukturpolitik werden wirtschaftspolitische Maßnahmen zur strukturellen Ausgestaltung einer Volkswirtschaft verstanden. Ziel einer tragfähigen Strukturpolitik ist die Verhinderung von wirtschaftlichen Strukturkrisen bzw. deren Überwindung. Strukturpolitik kann dabei eine territoriale Komponente (z.B. als regionale Strukturpolitik für strukturschwache Gebiete) oder eine sektorale Komponente (z.B. branchenspezifische Maßnahmen) aufweisen.

Clusterpolitik - im Sinne einer Wirtschaftsförderung verstanden - versucht in einem räumlich abgegrenzten Gebiet (z.B. einer Region) Innovationen und damit eine höhere Wertschöpfung zu initiieren. Dazu werden Netzwerke und Initiativen gebildet, die Unternehmen, Verbände & Gewerkschaften, Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsorganisationen, Bildungseinrichtungen und das politisch-administrative System miteinander sowie untereinander verknüpfen, um z.B. "Cross-Innovationen" entwickeln zu können. Die Globalisierung mit der internationalen Produktionskette sowie neue Kommunikationsmöglichkeiten erfordern dabei heute die stärkere Verzahnung vergleichbarer oder stark komplementärer Cluster zu "multipolaren Clustern", da sich Teile der Wertschöpfungsketten zunehmend von einzelnen Regionalbezügen entkoppeln.