Die Europäische Union am Scheideweg. Zwischen monetärer Vorteilsnahme und Kooperationsbereitschaft

066230 - Masterkurs - Wintersemester 2016/2017 - 2 SWS 

Detlef Braun / Prof. Dr. em. Norbert Konegen 

Dienstags,  16:00 - 18:00 Uhr c.t. 

Beginn: 25. Oktober 2016

Ort: Scharnhorststrasse 100 / SCH 100.125



Kommentar

Mit dem „Brexit“ hat erstmals die Bevölkerung eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union die Abkehr von der Idee eines supranationalen Zusammenschlusses in Europa beschlossen - unabhängig davon, ob und wie der Austritt Großbritanniens aus der EU letztlich erfolgt. Festzuhalten bleibt, dass die Europäische Union vor erheblichen, strukturellen Veränderungen steht.

Hat die Europäische Union überhaupt eine Zukunft? Wer profitiert in welchem Umfang von der EU? Wie soll die Europäische Union künftig gestaltet werden? Eine vertiefte, politische Union oder ein rein ökonomischer Zusammenschluss? Welche Varianten sind in den politischen Prozessen überhaupt realistisch?

Jenseits von parteipolitischen Präferenzen und populistischen Argumenten soll in dem Seminar eine sachlich-kritische Diskussion über diese Fragen geführt werden, die insbesondere den ökonomischen Nutzen der EU für die Mitgliedsstaaten sowie die Bereitschaft zu solidarischem Handeln darstellen soll. Folgende Themenbereiche sind Gegenstand der interdisziplinären Seminaranalysen:

1.             Trends & Theorien der europäischen Integration.

2.             Finanzielle Situation der EU und der Mitgliedsstaaten.

3.             (Ökomischer) Nutzen der EU für die Mitgliedsstaaten.

4.             Perspektiven der Europäischen Union.

Als Studienleistung sind ein Referat, als Prüfungsleistung - entsprechend der jeweiligen Prüfungsordnungen - eine Hausarbeit oder eine mündliche Prüfung vorgesehen.

Einstiegsliteratur:

  • Bieling, Hans-Jürgen / Lerch, Marika (Hrsg.) : Theorien der europäischen Integration. Wiesbaden. 2012.
  • Europäische Kommission: Die EU im Jahr 2015. Gesamtbericht über die Tätigkeiten der Europäischen Union. Luxemburg. 2016.
  • Centrum für europäische Politik (www.cep.eu).
  • Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (www.zew.de).